Sicher Surfen

Entdeckt das Internet – aber sicher! Das Internet ist wie eine riesige Welt, in der es unendlich viele Dinge zu entdecken gibt, in der man sich aber auch schnell verlieren kann. Damit Ihr ein Gefühl dafür bekommt, was es beim Surfen zu beachten gilt und welche Seiten die interessantesten Inhalte bieten, haben wir Euch ein paar Tipps zusammengestellt. Ansonsten gilt: Fragt Eure Eltern, wenn Ihr Euch unsicher seid oder Euch etwas komisch vorkommt. Sie können Euch gut helfen.

Tolle Kinderseiten einfach finden


Im Internet findet Ihr unzählige Seiten - da ist es nicht leicht, die Angebote zu finden, die für Kinder interessant und geeignet sind. Unser Surftipp: Richter Euch als Startseite eine Kindersuchmaschine ein, z.B. fragFINN oder Blinde Kuh. So findet Ihr die besten Seiten, die Euch garantiert Spaß machen! Auf Meine Startseite könnt Ihr Euch Eure Startseite sogar selbst gestalten.

Nicht zu viel verraten!


Wenn Ihr im Internet unterwegs seid, werdet Ihr oft aufgefordert, Eure persönlichen Daten zu verraten. Lasst davon die Finger und gebt niemals Euren vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer oder E-Mailadresse an. So seid Ihr auch sicher vor unerwünschter Werbung, die Euch das E-Mailpostfach verstopft! Benutzt in Foren und Chatrooms einen Spitznamen, der nicht verrät, wie Ihr heißt, wie alt Ihr seid oder ob Ihr ein Junge oder Mädchen seid. Natürlich solltet Ihr auch niemals die Daten Eurer Freunde oder von Familienmitgliedern verraten.

Psssst: Geheim!


Eure Passwörter sind streng geheim. Verratet sie auf keinen Fall, wenn Euch jemand im Internet danach fragt. Bildet Eure Passwörter aus Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen und verwendet nicht Euren Namen oder Geburtsdatum. Damit sie nicht doch irgendwann jemand herausbekommt, solltet Ihr Eure Passwörter am besten alle sechs Monate ändern. Mit dem Passwort-Schlüssel-Automaten könnt Ihr ganz leicht immer wieder neue und sichere Passwörter erstellen.

Pass auf bei Internetbekanntschaften!


Es macht Spaß, sich mit Familie und Freunden im Internet zu unterhalten. In Foren und Chatrooms trefft Ihr aber auch Menschen, die Ihr eigentlich gar nicht kennt. Ihr könnt also nicht wissen, ob sich hinter einem Chatnamen oder einem Foto tatsächlich ein Kind oder ein Erwachsener verbirgt. Überlegt deshalb genau, was Ihr im Chat von Euch erzählt. Auf keinen Fall solltet Ihr Eure Adresse und Telefonnummer verraten. Wenn Euch etwas komisch vorkommt, sagt sofort Euren Eltern Bescheid. Wenn Eure Eltern nicht da sind, klickt das Fenster mit dem Gespräch einfach weg. Ihr braucht Euch keine Sorgen machen, dass das jemand unfreundlich findet. Verabredet Euch nicht mit einer Internetbekanntschaft. Wenn doch: Fragt unbedingt Eure Eltern. Sie sollten Euch beim ersten Treffen begleiten. Verabredet Euch an einen belebten Ort wie zum Beispiel in einer Eisdiele oder zum Schlittschuhlaufen.

Freunde in sozialen Netzwerken


Viele Eurer Freunde sind bestimmt bei sozialen Netzwerken wie Facebook angemeldet. Bevor Ihr Euch dort auch anmeldet, sprecht mit Euren Eltern. Wenn Ihr Euer eigenes Profil erstellt habt, werdet du bestimmt Freundschaftsanfragen von Personen bekommen, die Ihr eigentlich gar nicht kennt. Nehmt diese Einladungen nicht an, denn sonst gebt Ihr Informationen von Euch heraus, die nicht für Fremde bestimmt sind. Eure Eltern können Euch außerdem bei den Sicherheitseinstellungen helfen, damit zum Beispiel nicht jeder Eure privaten Informationen sehen kann, sondern nur Eure Freunde.

Vorsicht beim Herunterladen von Dateien


Viele Seiten bieten Euch Dateien wie Musik oder Handyklingeltöne zum Herunterladen an. Das klingt erstmal verlockend, kann aber teuer werden! Außerdem können sich gefährliche Computerviren in den Dateien verstecken. Ladet deshalb nur gemeinsam mit Euren Eltern Dateien herunter. Gemeinsam könnt Ihr nachschauen, ob das etwas kostet und ob Ihr dem Angebot vertraut.

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Macht mit beim neuen Privatsphäre-Fehlersuchbild

In unserem neuen Privatsphäre Fehlersuchbild werfen wir einen Blick in Ivo’s Kinderzimmer. Es ist gut zu erkennen, dass Ivo auf seine Privatsphäre achtet. Er hat zum Beispiel seinen Computer mit einem Passwort geschützt und seine Webcam mit einem Klebestreifen verdeckt. Aber Achtung: In unserem Bild haben sich zehn Fehler eingeschlichen. Könnt Ihr alle finden?

Bastelt Euer eigenes KIMI-Türschild!

Manchmal möchtet Ihr bestimmt Eure Ruhe haben und von Euren Eltern oder Geschwistern nicht gestört werden, oder? Aber woher sollen denn alle wissen, dass Ihr gerade Eure Ruhe haben wollt?

Zeigt Eurer Familie, was Ihr denkt mit Eurem eigenen KIMI-Türschild für mehr Privatsphäre. Ihr könnt das Türschild ganz nach Eurem Geschmack gestalten und dann an Eure Tür hängen. Die Vorlage für Euer eigenes Türschild zum Ausdrucken findet Ihr hier.

Macht doch auch bei unserem Gewinnspiel mit und gewinne eins von fünf KIMI-Überraschungspaketen! Sendt dafür einfach ein Foto von Eurem Türschild, das an deiner Kinderzimmertür hängt, an die KIMI-Redaktion unter info@kinder-ministerium.de. Einsendeschluss ist der 29. August 2016. Alle Fotos werden in einer Galerie im Kinder-Ministerium veröffentlicht. Da uns Eure Privatsphäre sehr wichtig ist, müsst Ihr aber darauf achten, dass Ihr nicht auf dem Foto zu sehen seid, sondern nur Euer Türschild und Eure Kinderzimmertür.

Wir freuen uns schon auf viele kreative Türschilder!


Das Kinderrecht auf Privatsphäre

Habt Ihr schon einmal jemanden dabei erwischt, wie er einen Brief liest, der nur für Euch bestimmt war? Das ist nicht in Ordnung, denn Kinder haben das Recht auf Privatsphäre. Das heißt, dass niemand Eure Brief- und Chatnachrichten lesen darf. Artikel 16 der Kinderrechte sagt, dass es Euer gutes Recht ist, Geheimnisse zu haben. Denn auch Kinder sollen ihre persönlichen Gedanken und Geheimnisse austauschen ohne, dass jemand zuhört oder mitliest. Niemand – egal ob Eltern, Staat oder Geschwister – hat das Recht Eure Post, Geheimnisse oder Emails zu lesen.

Euer Kinderrecht auf Privatsphäre bestimmt außerdem, dass Ihr auch das Recht habt, mal ganz allein zu sein, wenn Euch zum Beispiel Eure älteren Geschwister ärgern oder Ihr mal einfach mal in Ruhe gelassen werden wollt. Denn Kinder sollen nicht immer gestört werden.

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen Euch Eure Eltern kontrollieren dürfen. Zum Beispiel wenn Ihr Euch im Internet Sachen anschaut, die nicht für Kinder sind. Dann dürfen Eure Eltern in Euer Zimmer kommen, um zu schauen, dass Ihr nichts Schlimmes anstellt.