Kinder und Jugendliche haben Rechte

Das Grundgesetz von 1949 bestimmt die Rechte von Kindern und berücksichtigt auch das Recht und die Pflicht der Eltern, ihre Kinder zu pflegen und zu erziehen. Auch die EU-Grundrechtscharta enthält weitgehende Rechte von Kindern und Jugendlichen. 

Im Jahr 1989 wurden zudem die Kinderrechte von den Vereinten Nationen (VN) in dem „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ (VN-Kinderrechtskonvention) in insgesamt 39 Artikeln definiert und festgeschrieben. Bei der Kinderrechtskonvention haben sich nahezu alle Staaten der Erde dazu verpflichtet, das Aufwachsen aller Menschen unter 18 Jahren zu fördern, diese zu schützen und eine bessere Zukunft für sie zu schaffen. In Deutschland ist die Konvention seit 1992 in Kraft.

Zu den Rechten von Kindern und Jugendlichen gehören insbesondere
 

  • Vorrang des Kindeswohls
  • das Recht auf Bildung
  • das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und sexueller Ausbeutung
  • das Recht auf Meinungsfreiheit
  • das Recht auf Gesundheit und Leistungen der sozialen Sicherheit
  • das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung


Regelmäßig berichtet die Bundesregierung zum Stand der Umsetzung der Kinderrechtskonventionen. Seit 2009 sind auch Kinder und Jugendliche an der Erstellung dieses sogenannten Staatenberichts beteiligt. Im Kinder- und Jugendreport steht die Sicht von jungen Menschen auf den Umsetzungsstand der VN-Kinderrechtskonvention im Vordergrund. 

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit vielen zusätzlichen Maßnahmen weiter gestärkt. Hierzu zählen unter anderem das Inkraftreten des neuen Bundeskinderschutzgesetzes, die Bundesweite Initiative zur Prävention sexuellen Missbrauchs oder die Initiative Eigenständige Jugendpolitik.